Ernst von Siemens, (c) 2010

Die Ernst von Siemens Musikstiftung

Im Jahre 1972 wurde die Stiftung von Ernst von Siemens, dem Enkel des Unternehmensgründers Werner von Siemens, ins Leben gerufen - Anfang 1973 nahm sie ihre Arbeit auf. Seither verleiht die Stiftung jedes Jahr entweder an einen Komponisten, Interpreten oder Musikwissenschaftler, der für das internationale Musikleben Hervorragendes geleistet hat, den Ernst von Siemens Musikpreis. Als so genannter "Nobelpreis der Musik" gewinnt er von Jahr zu Jahr eine immer größere internationale Beachtung und ist 2014 mit 250.000 € dotiert.

Im Jahr 2014 vergibt die Ernst von Siemens Musikstiftung insgesamt 3 Millionen Euro. Davon entfallen in diesem Jahr rund 2,6 Millionen Euro auf die Förderung zeitgenössischer Musikprojekte weltweit. Neben Kompositionsaufträgen werden Konzerte und Veranstaltungsreihen unterstützt, sowie Wettbewerbe, Akademien und Workshops, in denen junge Musiker, Komponisten und Dirigenten ihr Können unter Beweis stellen und von renommierten Meistern lernen. Außerdem werden auch wieder wissenschaftliche Einzelpublikationen und Gesamtausgaben gefördert. Zahlreiche Festivals erfahren zudem Mehrjahresförderungen durch die Ernst von Siemens Musikstiftung, um deren Einsatz für die zeitgenössische Musik zu würdigen.

Zum Kuratorium der Stiftung, das für alle inhaltlichen Entscheidungen der Stiftung verantwortlich zeichnet, gehören die Komponisten Isabel Mundry, Wolfgang Rihm und Peter Ruzicka, der Musikwissenschaftler Hermann Danuser (Berliner Humboldt Universität), die Kulturmanager Thomas von Angyan (Gesellschaft der Musikfreunde in Wien), Ilona Schmiel (Tonhalle Zürich), Nikos Tsouchlos (Athen) und Winrich Hopp (musica viva, München). 

Den Vorsitz im Stiftungsrat, der derzeit aus acht Mitgliedern besteht, hat – laut Statuten – der Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste inne, mindestens ein Angehöriger der Familie Siemens gehört jeweils zu seinen Mitgliedern. 

Unter den bisherigen Ernst von Siemens Musikpreisträgern — 41 an der Zahl — waren, um nur einige zu nennen, Benjamin Britten, Olivier Messiaen, Mstislav Rostropovich, Witold Lutoslawski, Luciano Berio, Hans Werner Henze, György Ligeti, Claudio Abbado, Maurizio Pollini, Helmut Lachenmann, György Kurtág, Daniel Barenboim, Aribert Reimann und Mariss Jansons.