Progetto Positano

Portraitkonzert für junge Komponistinnen und Komponisten
Ernst von Siemens Musikstiftung und des ensemble mosaik

Die Ernst von Siemens Musikstiftung hat gemeinsam mit dem Berliner ensemble mosaik ein Förderstipendium für junge Komponistinnen und Komponisten
ins Leben gerufen: Das 2017 initiierte Progetto Positano umfasst einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt in der Casa Orfeo der Wilhelm-Kempff-Kulturstiftung an der italienischen Amalfi-Küste und wird jährlich an zwei Stipendiaten vergeben.

 

Schon zu Lebzeiten lag dem Pianisten und Komponisten Wilhelm Kempff (1895–1991)
die Nachwuchsförderung besonders am Herzen, wobei er für seine Beethoven-Inter-pretationskurse im süditalienischen Positano die Casa Orfeo errichten ließ. Im Anschluss an den Aufenthalt präsentiert das ensemble mosaik die Werke der jeweiligen Stipendiaten im Rahmen eines Doppelportraitkonzerts in Berlin. 

 

Im Auftaktkonzert am 1. September 2017 im Heimathafen Neukölln stellt sich der schwedische Komponist Johan Svensson (*1983) vor. Als erster Stipendiat des auf mehrere Jahre angelegten Förderprogramms hat er im Juni in Italien seinen dreiteiligen Zyklus ampèrian loops 1–3 vollendet, der zu diesem Anlass in seiner Gesamtheit uraufgeführt werden wird. Das erste Konzert in der neuen Reihe wird durch Werke von Michael Beil (*1963) komplettiert, den eine langjährige Zusammenarbeit mit dem ensemble mosaik verbindet. 

 

​Für die Stipendien besteht keine Antragsmöglichkeit. Die Vergabe der Förderstipendien erfolgt allein auf Vorschlag des ensemble mosaik und nach Auswahl des Kuratoriums
der Ernst von Siemens Musikstiftung.

Johan Svensson | ampèrian loops – part II

Portraitkonzert Johan Svensson & Michael Beil

 

1. September 2017
um 20.00 Uhr

Heimathafen Neukölln
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin 

 

 

Johan Svensson: ampèrian loops – part I (2013)
for ensemble and electro-mechanical devices

 

Johan Svensson: ampèrian loops – part II (2015)
for ensemble and electro-mechanical devices

 

Michael Beil: exit to enter (2013)
für Ensemble mit live-video und audio 

 

Michael Beil: swap (2014)
für Flöte, Klarinette und Oboe mit live-video und live-audio

 

Michael Beil: Key Jack (2017)
für einen Performer mit live-video und audio

 

Johan Svensson: ampèrian loops – part III (2017, UA)
for ensemble and electro-mechanical devices

 

Eine Initiative der Ernst von Siemens Musikstiftung
in Zusammenarbeit mit ensemble mosaik

 

Eintritt: € 12,– / erm. € 8,–
Tickethotline: 030 56 82 13 40
oder unter
karten@heimathafen-neukoelln.de
Online unter www.koka36.de

 

ensemble mosaik

Enno Poppe – Leitung
Bettina Junge – Flöte
Simon Strasser – Oboe
Christian Vogel – Klarinette
Martin Losert – Saxophon
Roland Neffe – Schlagzeug
Ernst Surberg – Klavier
Chatschatur Kanajan – Violine
Karen Lorenz – Viola
Niklas Seidl – Cello
Arne Vierck – Klangregie

Anfragen für Presse- und Steuerkarten bitte an presse@ensemble-mosaik.de

 

 

ensemble mosaik
Lehrter Str. 57 Haus 2
D-10557 Berlin

www.facebook.com/ensemblemosaik
www.ensemble-mosaik.de

 

 

ensemble mosaik

 

Das ensemble mosaik hat sich seit seiner Gründung 1997 als besonders vielseitige und experi­mentier­freudige Formation zu einem renommierten Ensemble für zeit­ge­nös­sische Musik entwickelt. Seine Mitglieder zeichnen sich nicht nur durch ihre instrumentalen Fähigkeiten, sondern auch durch ihre kreative Individualität und Experi­mentier­freu­dig­keit aus. In langjähriger Zusammenarbeit haben sie einen profilierten Klang­körper geschaffen, der auf höchstem künstlerischen Niveau Offenheit gegenüber verschiedensten Konzeptionen zeitgenössischer Musik beweist.

 

Die Aktivitäten des Ensembles sind geprägt von der engen Zusammen­arbeit mit Komponisten der jungen und jüngeren Generation und der Einbindung digitaler Medien in den Bereichen Komposition, Interpretation und Präsentation. Bevorzugt wird dabei eine egalitäre Arbeitsweise im Austausch mit allen an einem Konzertprojekt beteiligten Akteuren. Durch die Öffnung von Arbeitsprozessen wird Kreativität gebündelt und intensiviert. Mit vielen Komponisten arbeitet das ensemble mosaik seit Jahren kon­tinuier­lich zusammen und ermöglicht so, Musik über lange Zeiträume hinweg in einem ge­meinschaft­lichen Prozess zu entwickeln.

 

Ein besonderer Schwerpunkt der künstle­rischen Arbeit liegt in der Auseinander­setzung mit neuen Ansätzen der Auf­füh­rungs­­praxis, beispiels­weise durch die Einbindung szenischer und visueller Elemente, und der Erprobung neuer Konzertformate, die einzelne Werke im Kontext eines Gesamtzusammenhangs reflektieren, aktuelle Strömungen fokussieren und neue Perspektiven erproben. In Kooperationen mit Künstlern anderer Sparten oder Musikgenres werden die Konzerte selbst zur Ex­peri­mental­­an­ord­nung.

 

Mit dem ensemble mosaik verbindet die Ernst von Siemens Musikstiftung eine langjährige und vertrauens­volle Zusammenarbeit, die mit dem neuen Förder­stipendium Progetto Positano zu einer mehrjährigen Kooperation ausgeweitet wird.

Mediterraner Garten in der Casa Orfeo

Johan Svensson – Erster Stipendiat

Johan Svensson (*1983) ist ein schwedischer Komponist, der das Feld zwischen akustischer und elektronischer Musik erforscht. Er studierte in Graz, Oslo und Göteborg und nahm an verschie­denen Meisterkursen (Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Impuls Academy, u.a.) teil.

 

Svensson sucht nach alternativen Wegen zur Produktion von Klängen mit elektronischen Mitteln, wobei er aktuell mit elektromechanischen Vorrichtungen experimentiert und dabei die Beziehung zwischen Mensch und Maschine in den Fokus rückt. Kammermusik nimmt in seiner Arbeit einen großen Stellenwert ein, wobei seine Kompositionen von Solo-Stücken bis zu Orchesterwerken reichen.

Johan Svensson | ampèrian loops – part II

Die Casa Orfeo im süditalienischen Positano, Kampanien wurde von dem Pianisten und Komponisten Wilhelm Kempff (1895–1991) errichtet.

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