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Pnima ... Ins Innere – Chaya Czernowin

Staatstheater Darmstadt

"Wenn man das Leiden des anderen anerkennt, kann man die Metamorphose von Opfern zu Tätern aufhalten", sagt Chaya Czernowin. In ihrer Oper Pnima… Ins Innere setzt sie sich mit den Traumata der Holocaust-Überlebenden auseinander. Der neunjährige israelische Junge Momik versucht herauszufinden, welches Trauma auf seinen Eltern und Großeltern lastet. Aber alle schweigen, niemand spricht mit ihm über den Holocaust. Mit Musik, Silben, Klängen und Geräuschen wird das Unaussprechliche hörbar. Pnima handelt von einer unerzählbaren Geschichte, die erzählt werden muss. Chaya Czernowin hat als Kind in Israel selbst erlebt, wie tabuisiert und hermetisch die Emotionswelt der Holocaust-Überlebenden für die nachfolgende Generation war. Schmerz und Verletzung waren so groß, dass nicht darüber gesprochen werden konnte. Selbst die Kinder und Enkel können sich nicht ohne weiteres von den Traumata des Holocaust lösen.

Diese Oper entstand 2020 für die Münchner Biennale für Musiktheater. Das Staatstheater Darmstadt hat aus aktuellem Anlass eine kurzfristige Spielplanänderung vorgenommen, um dieses Stück zu präsentieren. „Mit der Inszenierung wollen wir als kulturelle Einrichtung unseren Teil dazu beitragen, die ohrenbetäubende Stille zu durchbrechen, die seit dem Terroranschlag der Hamas in Israel am 7. Oktober zu vernehmen ist“, so das Staatstheater Darmstadt.

Weitere Informationen:
staatstheater-darmstadt.de

Termine

4. und 29. Februar 2024, 28. März 2024
Staatstheater Darmstadt