Chamber Orchestra of Europe

Foto © DB-ADAGP and DACS, 2015

„Das Chamber Orchestra of Europe symboli­siert die idealis­tische Vision einer lebens­langen Suche nach dem musi­kalischen Aus­druck. Sie speist sich zum einen aus außer­ordentlichem musika­lischen Talent, und zum anderen aus mensch­licher Quali­tät. Hier hat sich die Intimität der Kammer­musik zur orches­tralen Er­fahrung aus­geweitet, in der sich Idealismus und intellek­tuelle Neu­gier gegen­seitig be­fruchten. Die Atmos­phäre besteht aus jugend­licher Inten­sität, Freude am ge­meinsamen Musizieren und am Zusammen­sein und dem Fehlen jeglicher Rou­tine.“ (Semyon Bychkov)

Das von BBC 2 Television als „bestes Kammerorchester der Welt“ ge­feierte Chamber Orchestra of Europa (COE) wurde 1981 von einer Gruppe ehe­maliger Mit­glieder des European Community Youth Orchestra (heute: EUYO) ge­gründet. Die jungen Musiker wollten ihren Wunsch ver­wirklichen, auch nach dem Aus­scheiden aus dem renommierten inter­nationalen Jugend­orchester auf höchstem professionellen Niveau zusammen­zu­arbeiten. Heute zählen nach wie vor drei­zehn der Gründungs­mitglieder zur Kern­besetzung des rund 60 Mit­glieder umfassenden Klang­körpers.

„Spezialensemble, dessen Speziali­tät darin besteht, dass es kein Spezial­ensemble ist…“

Die sorgfältig von den Orchester­mitgliedern aus­gewählten Musiker des COE ver­folgen parallel erfolg­reiche Karrieren als inter­nationale Solisten, Stimm­führer oder Leiter nationaler Orchester bzw. heraus­ragender Kammer­orchester sowie als Tutoren und Professoren. Der Reich­tum unter­schiedlicher kultureller Hinter­gründe und die gemein­same Liebe zu Musik machen jedes ihrer gran­diosen Kon­zerte zu einem ein­maligen Er­lebnis.

Das COE tritt regel­mäßig in allen wichtigen Musik­zentren Europas auf, und in regel­mäßigen Ab­ständen in den USA und in Asien. Besondere Ver­bindungen be­stehen zum Lucerne Festival, zur Philharmonie de Paris, zum Concertgebouw Amsterdam, zur Kölner Philharmonie, zur Philharmonie Luxembourg, zum Festspielhaus Baden-Baden sowie zur Alten Oper Frankfurt.

Foto © Eric Richmond

 

Seit seiner Gründung hat das COE mit einer Reihe welt­berühmter So­listen und Diri­genten ge­arbeitet. Besonders eng ver­bunden war es Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt. Heute haben sich enge und inspi­rierte Be­ziehungen zu Bernard Haitink, Yannick Nézet-Séguin und Sir András Schiff ent­wickelt – alle drei Musiker zählen zu den Ehren­mitgliedern des Orchesters. Wichtige künstlerische Partner­schaften ver­binden das Orchester zudem mit Pierre-Laurent Aimard, Lisa Batiashvili, Janine Jansen, Vladimir Jurowski, Leonidas Kavakos, Sir Antonio Pappano und Robin Ticciati. 

Foto © Julia Wesley-Yannick, Nezet Seguin

„Well, the Chamber Orchestra of Europe is a very unique or­ches­tra you know? They de­cited 30 years ago to found an orches­tra and the best possible musicians joined this pro­ject, working on great pieces with great conduc­tors and soloists. They are people from a very fine culture and an incredibly re­fined orchestra musically. In the history of the orchestra, I arrived in the latter part (performing Beethoven concertos under Harnoncourt and directing Mozart from the keyboard). The COE was al­ready estab­lished and incredibly uni­fied. Don’t forget that this is an orches­tra that was not founded by an out­sider – I mean a conductor – but by musicians them­selves, who wan­ted to share in music-making, and it is easy to under­stand that, even after all these years, there is a strong common wish to go on with the project. It’s a pleasure to share music with them – an indestructible joy.“ (Pierre-Laurent Aimard, 2011)

In den vergangenen 35 Jahren hat das Chamber Orchestra of Europe mehr als 250 Werke bei allen renom­mierten inter­nationalen Major Labels ein­gespielt. Viele der Auf­nahmen wurden mit wich­tigen Preisen aus­gezeichnet, unter anderem zählen dazu drei vom englischen Musik­magazin Gramophone vergebene „Record of the Year awards“ sowie zwei Grammys. In Koopera­tion mit Sanctuary Records (Universal Music) hat das COE als erstes Orches­ter mit „COE Records“ sein eigenes Label ge­gründet.

Das COE ist ein frei finanziertes Orchester. Wert­volle Unter­stützung leisten eine Reihe privater Spender sowie die Gatsby Charitable Foundation.

Foto © Nick Eastop

„Das Programm des Münchner räsonanz-Stifterkonzertes ge­hört zu den exponierten Pro­jekten des COE in den letzten Jahren. Den Rahmen bil­den zwei Werke von Elliott Carter, die gleich­sam seine letzte Stil­epoche ein­fassen. Das Zusammen­finden un­abhängiger Pro­zesse thema­tisiert die Penthode für fünf Instrumental­quartette, und die Erkennt­nis von inneren Ver­bindungen zwischen kurzen, selbst­ständigen Epi­soden die Instances, eines der letzten Werke des großen amerikanischen Kompo­nisten. Da­zwischen stehen Enno Poppes Bratschen­konzert Filz und George Benjamins Inven­tionen. Für alle diese Werke sind die Ur­tugenden der COE-Künstler ge­fordert: Solisten mit an­regendem Team­geist und ener­gischer Fähig­keit zur Selbst­behauptung in einem zu sein, und mit der Un­ab­hängig­keits­erklärung zu­gleich eine Liebes­erklärung an ihre Mit­welt ab­geben zu können. Der Anspruch, den ein Pro­gramm stellt, ist das beste Kompli­ment an die Musiker, die es ver­wirklichen.“ (Habakuk Traber, 2018)

zum Seitenanfang