Foto: ponysays

 

Musik 21 Festival 2021 – Realitäten

Musik 21 – Niedersächsische Gesellschaft für Neue Musik, Hannover, Deutschland


Unter dem thematischen Schwerpunkt REALITÄTEN befragt das Musik 21 Festival Utopien und zeigt Werke aus Konzert, Performance und Musiktheater, die Kreationsprozesse und Zusammenleben neu denken: Kollektivkompositionen, improvisatorische Konzepte oder inhaltliche Annäherungen an gesellschaftliche Fragestellungen.

Im Zentrum des Festivals steht die Wiederaufführung der szenischen Kantate Streik bei Mannesmann von H.W. Henze, gerahmt durch neue Kurzopern von Katharina Rosenberger, Elnaz Seyedi und Ehsan Khatibi, die inhaltliche Brücken von dem historisch gewordenen Arbeitersolidaritätsstück zu zeitgenössischen Diskursen und gesellschaftlichen Fragestellungen schlagen. Eine besondere Uraufführung verspricht die Kollaboration des E-Gitarrenduos AAA---AAA mit dem Trio ponysays, dem Violinisten/Performer iSaAc Espinoza Hidrobo sowie dem Komponisten/Choreographen Andreas Eduardo Frank, die in einem kollektiven, Komposition und Improvisation, Klang und Bewegung verschmelzenden Prozess ein audiovisuelles Werk konzipieren. Das Londoner Ensemble x.y ist mit seinem Programm TENEBRAE zu Gast, das jüdische Identität und Spiritualität in einer globalisierten Welt thematisiert sowie Einflüssen aus Improvisation und Jazz Raum gibt. Improvisierte Klänge finden sich auch im Beitrag des Ensemble Megaphon, das drei Komponistinnen aus drei Generationen und drei Ländern zur Zusammenarbeit einlädt. Dabei wird ein interdisziplinärer Konzertrahmen erschaffen, der multisensuelle und interaktive Zugänge öffnet. Ebenfalls als sozialer Ort erlebbar wird der Konzertsaal bei The Noise of Germany des CRISPR.Kollektiv, in dem die MusikerInnen mit Solostücken des 20./21. Jahrhunderts gegeneinander antreten und sich dem Votum des Publikums stellen. In der Kollaboration des Kölner Quartetts BRuCH mit Thea Soti steht die Komponistin als improvisierende Vokalistin mit Jazz-Background auf der Bühne. Zum Abschluss spielt der belgische Extrempianist Daan Vandewalle Frederic Rzewskis Revolutionsliedvariationen The People United. Das Festival wird 2021 durch die Ernst von Siemens Musikstiftung ermöglicht.

Aufgrund der momentanen Situation und den damit einhergehenden Auflagen kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen. Daher informieren Sie sich für aktuelle Informationen zum Projekt bitte unter musik21niedersachsen.de