Foto: Martin Hauser

 

Kompositionsauftrag an Sara Glojnarić

Theater Freiburg, Deutschland


Der Mond ist eines der strapaziertesten Sehnsuchts-Objekte der Vergangenheit: Er steht im Spannungsfeld zwischen romantischer Verklärung und moderner Technifizierung, zwischen dem Größenwahn territorialer Domestizierung und emotionaler Vereinnahmung. Und manchmal ist er schlicht Kulisse. Die Komponistin Sara Glojnarić und der Librettist Leif Randt fügen dem Objektstatus des Mondes einen aktiven Part hinzu: Sie verhandeln seine große nostalgische Kraft, indem sie sie in die Zukunft wenden. Woran will ich mich morgen erinnern? – eine Fragestellung, die davon ausgeht, dass sich in einer nahen Zukunft virtuelle und reale Erfahrungen überlagern, überschreiben und vermischen können. In dieser Welt können unsere realen Erfahrungen virtuell recodiert werden. Immersiver Nostalgie-Konsum. Das gleichermaßen utopische wie dystopische Zukunftsmodell zielt dabei auf grundsätzliche Fragen des Menschseins. Fragen speziell der Generation Y, der sowohl die Komponistin als auch der Librettist angehören und aus deren Träumen, Sehnsüchten, Ängsten, Neurosen und Abgründen der Stoff gewoben ist. Der Kompositionsauftrag an Sara Glojnarić für das Theater Freiburg wird von der Ernst von Siemens Musikstiftung ermöglicht.

Aufgrund der momentanen Situation und den damit einhergehenden Auflagen kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen. Daher informieren Sie sich für aktuelle Informationen zum Projekt bitte unter theater.freiburg.de