Foto: Markku Pihlaja

 

INNEN – SISÄLLÄ | Kompositionsauftrag an Vito Žuraj

Helsinki Chamber Choir, Finnland

Wie beeinflusst die körperliche Behinderung eines Künstlers seine Einstellung zum Leben, die Möglichkeit weiter zu kommunizieren und zu arbeiten? Gibt es eine spürbare Auswirkung auf sein künstlerisches Schaffen nach der Erkrankung?
Anlässlich der Feierlichkeiten im Beethoven-Jahr 2020, komponiert der slowenische Komponist Vito Žuraj ein Werk, das sich mit der Auswirkung einer Behinderung auf den Künstler und sein Schaffen auseinandersetzt. Das berühmteste Beispiel für einen Künstler mit Behinderung ist wohl Ludwig van Beethoven, der mit einer zunehmenden Taubheit leben musste, die sein existenzielles Schaffen gefährdete. Der Librettist Klaus Händl setzt den Komponisten zusammen mit anderen Künstlerpersönlichkeiten wie Claude Monet aus Musik und Bildender Kunst in einen Kontext. Sie alle litten an körperlichen Beeinträchtigungen, die ihr künstlerisches Schaffen mit Hindernissen konfrontierten. Das Kompositionsprojekt regt das Publikum an und sensibilisiert es, sich intensiv damit zu beschäftigen, was ein Leben mit Behinderung wirklich bedeutet, besonders für einen Künstler.
Der Dirigent Nils Schweckendiek bringt zusammen mit dem Helsinki Chamber Choir INNEN – SISÄLLÄ zur Uraufführung. Die Ernst von Siemens Musikstiftung finanziert den Kompositionsauftrag an Vito Žuraj.

 

31. August 2020
Salzlager Zeche Zollverein, Essen, Deutschland
 

Weitere Informationen:
www.helsinkichamberchoir.fi