Rebecca Saunders
Berlin 2019
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Rebecca Saunders

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Mit ihrer unverkennbaren und bemerkenswerten Klangsprache ist die in Berlin lebende britische Komponistin Rebecca Saunders eine der führenden internationalen Vertreterinnen ihrer Generation. 

1967 in London geboren, studierte sie Komposition bei Nigel Osborne an der University of Edinburgh sowie bei Wolfgang Rihm an der Universität Karlsruhe. Saunders hegt ein großes Interesse an den plastischen und räumlichen Eigenschaften von organisierten Klängen. chroma IXX (2003–17), Stasis und Stasis Kollektiv (2011/16) sind sich ausdehnende räumliche Kollagen von bis zu 25 Kammermusikgruppen und Klangquellen, die in architektonisch extrem unterschiedlichen Räumen angeordnet sind. insideout, eine 90-minütige Kollage für eine choreographierte Installation, die sie in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz schuf, war ihr erstes Bühnenwerk und wurde weltweit über hundertmal aufgeführt. 2017 schrieb sie für das Ensemble Musikfabrik, Donatienne Michel-Dansac und Enno Poppe Yes, eine 80-minütige räumliche Kompositionsinstallation, die für die architektonisch außergewöhnlichen Räume der Berliner Philharmonie und der Kathedrale St. Eustache (Paris) konzipiert ist.

Seit 2013 schreibt Saunders eine Reihe von Solos und Duos für Künstler, mit denen sie schon viele Jahre eng zusammenarbeitet: Bite (2016) für Bassflöte, Aether (2016) Bassklarinettenduo, dust (2017/18) für Perkussion, O (2017) für Sopran, hauch (2018) für Violine und Flesh (2017/18) für Akkordeon. Gleichzeitig hat sie ihr leidenschaftliches Interesse für konzertante Formen verfolgt und schrieb das Doppelkonzert für Perkussion Void (2014), das Trompeten­konzert Alba (2015) sowie Skin (2016) und Yes (2017), die beiden letzteren für Sopran und großes Ensemble. Alba und Void bilden den Abschluss eines Triptychons, zu dem auch das Violinkonzert Still (2011) zählt. 2016 wurde Still in erweiterter Fassung in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Antonio Rúz, den Tänzern von Sasha Waltz & Guests, Carolin Widman, der Junge Deutsche Philharmonie und Sylvain Cambreling aufgeführt. 2018 wurde ihr Kontrabass­konzert Fury II in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern und, von Emanuel Gat choreographiert, aufgeführt.

Rebecca Saunders Musik wurde bereits von vielen renommierten Ensembles, Solisten und Orchestern gespielt und uraufgeführt, u. a. vom Ensemble Musikfabrik, Klangforum Wien, Ensemble Modern, Quatuor Diotima, Dal Niente, Asko|Schönberg, dem Arditti Quartett, Ensemble Resonanz, Ensemble Recherche, ICE, Ensemble Remix, von den Neuen Vocalsolisten und den Sinfonieorchestern des SWR, WDR und der BBC. Für ihre Kompositionen hat sie zahlreiche international renommierte Preise erhalten, darunter den musica viva-Kompositions­preis der ARD und der BMW AG, den Paul-Hindemith-Preis, den Royal Philharmonic Society Award (2008 für Stirrings Still und 2013 für Fletch) sowie den BASCA British Composer Award (2013 für Solitude und 2016 für Alba), und den GEMA-Musikpreis für Instrumentalmusik.

Des Weiteren wurde Saunders mit dem Hans und Gertrud Zender-Stiftungspreis und dem renommierten Mauricio-Kagel-Musikpreis ausgezeichnet sowie 2017 mit dem BASCA Composer Award und einem RPS Award für Skin. 1996 erhielt Rebecca Saunders den Komponisten-Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung. Die CD …of waters making moan des Akkordeonisten Teo Anzellotti, welche Saunders titelgebendes Stück enthält, gewann den Jahrespreis der Deutschen Schallplatten Kritik 2016.

Saunders ist eine gefragte Kompositionsdozentin und unterrichtet regelmäßig bei den Darmstädter Ferienkursen sowie an der Impuls Akademie in Graz. Seit 2011 ist sie Professorin für Komposition an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste und der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden.

Rebecca Saunders Musik wird seit 1997 bei der Edition Peters verlegt.

www.edition-peters.de