Biografie

Die Musik des in Paris lebenden Komponisten Samir Amarouch ist gleichsam inspiriert durch Komponisten wie Grisey, Sciarrino oder Romitelli, durch Musiker aus der Elektroszene wie Atom tm, Oval, Mark Fell oder Oneohtrix point never sowie durch traditionelle Musik wie jene der Gnawa. Indem er natürliche Klänge (Vogelgesänge, Wolfsgeheul oder ähnliche Klangwelten) und artifiziell erzeugte Geräusche (synthetische Klänge, Vocoder sowie weitere elektronische Klangeffekte) in Musik überträgt, stellt Amarouch in seiner ganz eigenen Ästhetik unser Verhältnis zu Natur und Technik in Frage.
Samir Amarouch arbeitete mit den Ensembles intercontemporain, InSolitus, Vocalists 20.21, mosaik sowie dem Orchestre +, dem Alumni Orchester des Lucerne Festival, dem Cambalisten Orlando Bass und dem Dirigenten Simon Proust zusammen. Zu seinen jüngsten Projekten zählt ein neues Werk für Quadrophonie, das im März 2019 uraufgeführt wurde, sowie ein im Juni desselben Jahres uraufgeführtes Duo für Saxophon und Cello.  
Samir Amarouch wurde 1991 in Frankreich geboren. Derzeit schließt er sein Masterstudium in Komposition und neuer Technologie am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris ab, wo er bei Stefano Gervasoni, Luis Naón, Yan Maresz, Oriol Saladriguez und Claude Ledoux studiert. Außerdem studierte er Konzertgitarre bei Jean Mathelin und Jean-Marc Zvellenreuther am Boulogne Billancourt Conservatoire (Abschluss mit Auszeichnung 2013), Komposition bei Jean-Luc Hervé (Abschluss mit Auszeichnung 2015) und Musikwissenschaft an der Pariser Sorbonne (Master 2013). Amarouch war Privatstudent bei Tristan Murail, Wolfgang Rihm, Dieter Amman und Peter Eötvös.
Für sein Werk Ceux-là sont la nuit für Harfe, Bratsche, Flöte erhielt er Boulogne Billancourt Preis 2014. Er wurde mit dem Förderpreis der Meyer Foundation ausgezeichnet.