Er wurde in Harvard und Yale zum Ehrendoktor ernannt, ebenso an der Northwestern University, der Cambridge University, der Juilliard School und der Royal Academy of Music, wo er kürzlich auf eine Gastprofessur für Komposition berufen wurde. Adams bezieht auch als Autor engagiert Position: Er veröffentlichte unter anderem Beiträge für die New York Times Book Review sowie die viel gepriesene Autobiografie Hallelujah Junction.

John Adams erhielt 1993 den Grawemeyer Award für sein Violinkonzert und 2003 den Pulitzer Prize für On the Transmigration of Souls, einen Kompositionsauftrag des New York Philharmonic zum Gedenken an den 11. September.

Kompositionen aus über drei Jahrzehnten sind nicht nur ins Repertoire eingegangen, sondern zählen zu den meistgespielten Werken der Gegenwart, darunter Harmonielehre, Shaker Loops, Chamber Symphony, Doctor Atomic Symphony, Short Ride in a Fast Machine und sein Violinkonzert. Zu Adams’ Bühnenwerken, sämtlich in Zusammenarbeit mit Peter Sellars entstanden, zählen Nixon in China (1987), The Death of Klinghoffer (1991), El Niño (2000), Doctor Atomic (2005), A Flowering Tree (2006) sowie das Passionsoratorium The Gospel According to the Other Mary (2012). Im November 2017 kam die neue Oper Girls of the Golden West an der Oper von San Francisco zur Uraufführung. Sie spielt während des kalifornischen Goldrauschs der 1850er Jahre – das von Peter Sellars in charakteristischer Weise zusammengestellte Libretto umfasst originale Liedtexte, Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Berichte jener Epoche.

In New England geboren und aufgewachsen lernte er Klarinette bei seinem Vater und spielte bereits als Jugend-licher in Marschkapellen und Orchesterformationen.

Bereits mit zehn Jahren begann er zu komponieren. Sein Studium absolvierte er an der Harvard University, wo er zwei Abschlüsse erwarb. Zehn Jahre lang unterrichtete John Adams am San Francisco Konservatorium und wurde von 1982–85 Composer-in-Residence bei der San Francisco Symphony. In der zeitgenössischen Musik stechen seine Werke, seien es sein symphonisches Schaffen oder seine Opern, mit ihrer Ausdrucks­tiefe, ihrer klanglichen Brillanz sowie ihrem zutiefst humanistischen Gehalt hervor.

Komponist, Dirigent, kreativer Vordenker –
John Adams nimmt in der US-amerikanischen Musikwelt
eine singuläre Stellung ein.

Sir Simon hat langjährige Beziehungen zu den führenden Orchestern in London, Europa und den USA; zunächst eng mit dem Los Angeles Philharmonic und dem Boston Symphony Orchestra und neuerdings auch mit dem Philadelphia Orchestra. Er dirigiert regelmäßig die Wiener Philharmoniker, mit denen er mit Alfred Brendel die kompletten Beethoven-Symphonien und Klavierkonzerte eingespielt hat und ist auch Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment und Gründungspatron der Birmingham Contemporary Music Group.

In der Saison 2018/19 reiste Sir Simon mit dem London Symphony Orchestra nach Japan, Südkorea und Europa. Er dirigierte das Tschechische Philharmonische Orchester zum ersten Mal mit Mahlers Das Lied von der Erde und kehrte an die Staatsoper Unter den Linden für Hippolyte et Aricie, zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für Die Walküre und zu den Berliner Philharmonikern für Puccinis Manon Lescaut zurück. Im März 2019 dirigierte er Peter Sellars’ Revival der Johannes-Passion mit den Berliner Philharmonikern und dem Orchestra of the Age of Enlightenment.

Musikpädagogik ist für Sir Simon von höchster Bedeutung und seine Partnerschaft mit den Berliner Philharmonikern hat mit dem Bildungsprogramm Zukunft@BPhil neue Wege beschritten und ihm den Comenius-Preis, den Schiller-Sonderpreis der Stadt Mannheim, die Goldene Kamera und die Urania-Medaille eingebracht. Auch wurden er und die Berliner Philharmoniker 2004 zu internationalen UNICEF-Botschaftern ernannt – das erste Mal, dass diese Ehrung einem künstlerischen Ensemble verliehen wurde. Sir Simon wurden auch mehrere prestigeträchtige persönliche Auszeichnungen verliehen, darunter ein Adelstitel im Jahr 1994, die Mitgliedschaft im Verdienstorden ihrer Majestät der Königin im Jahr 2014 und zuletzt 2018 die Freedom der City of London.

Ab 2013 nahm Sir Simon eine Residency bei den Osterfestspielen Baden-Baden mit der Zauberflöte und einer Konzertreihe mit den Berliner Philharmonikern auf. Seitdem führte die Partnerschaft zu Aufführungen von Puccinis Manon Lescaut, Peter Sellars’ Revival von Bachs Johannes-Passion, Strauss’ Der Rosenkavalier, Berlioz’ La Damnation de Faust, Wagners Tristan und Isolde und zuletzt Parsifal im Jahr 2018. Für die Salzburger Osterfestspiele dirigierte Rattle Bühnenproduktionen von Fidelio, Così fan tutte, Peter Grimes, Pelléas et Mélisande, Salome und Carmen, eine konzertante Aufführung von Idomeneo und viele kontrastreiche Konzertprogramme. Er dirigierte auch Wagners Ring des Nibelungen mit den Berliner Philharmonikern beim Festival von Aix-en-Provence und bei den Salzburger Osterfestspielen und zuletzt an der Deutschen Oper Berlin und der Wiener Staatsoper. Weitere neuere Opernproduktionen für Sir Simon sind Pelléas et Mélisande und Dialogues des Carmélites für das Royal Opera House; L‘Étoile, Aus einem Totenhaus, Katja Kabanowa und La Damnation de Faust für die Staatsoper Unter den Linden und Andrew Normans A Trip to the Moon im Barbican Centre London.

Sir Simon hat über 70 Aufnahmen für EMI (heute Warner Classics) gemacht und für seine Aufnahmen bei verschiedenen Labels zahlreiche renommierte internationale Auszeichnungen erhalten. Zu den Veröffentlichungen auf EMI gehören Strawinskys Symphonie der Psalmen (die 2009 mit dem Grammy für die beste Choraufführung ausgezeichnet wurde), Berlioz’ Symphonie Fantastique, Ravels L’Enfant et les Sortilèges, Tschaikowskys Nussknacker-Suite, Mahlers Symphonie Nr. 2 und Strawinskys Le Sacre du Printemps. Ab 2014 führte Sir Simon sein Aufnahmenportfolio mit dem neuen hauseigenen Label der Berliner Philharmoniker, Berliner Philhar-moniker Recordings, weiter, was zu Aufnahmen der Beethoven-, Schumann- und Sibelius-Sinfonie-Zyklen führte. Zu den jüngsten Aufnahmen von Sir Simon gehören Debussys Pelléas et Mélisande, Turnages Remembering und Ravel, Dutilleux und Delage auf Blue-Ray und DVD mit dem Plattenlabel des London Symphony Orchestra, LSO Live.

Sir Simon Rattle wurde in Liverpool geboren und studierte an der Royal Academy of Music in London.

Von 1980 bis 1998 war Sir Simon Chefdirigent und künstlerischer Berater des City of Birmingham Symphony Orchestra und wurde 1990 zum Chefdirigenten ernannt. 2002 zog er nach Berlin und bekleidete die Position des künstlerischen Leiters und Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, bis er 2018 dieses Amt niederlegte. Sir Simon wurde im September 2017 Chefdirigent des London Symphony Orchestra und verbrachte die Saison 2017/18 an der Spitze der beiden Ensembles.

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