Philip Cobb stammt aus einer Familie, die seit Generationen eng mit dem Musizieren der Heilsarmee verbunden ist. In diesem Rahmen trat er bereits in jungen Jahren regelmäßig als Solist auf. Später studierte er an der Guildhall School of Music and Drama bei Paul Beniston und Alison Balsom. Während seines Studiums musizierte er als erster Trompeter mit dem Europäischen Jugendorchester und begann mit Berufsorchestern wie London Philharmonic Orchestra, London Chamber und  BBC Symphony Orchestra zusammenzuarbeiten.

Als Dirigent gastiert Adams bei den international führenden Orchestern mit Programmen, die seine eigenen Schöpfungen mit einer breiten Vielfalt von Werken verknüpfen, von Beethoven und Mozart hin zu Ives, Carter, Zappa, Glass und Ellington. In der jüngeren Vergangenheit stand er am Pult der Berliner Philharmoniker, des Königlichen Concertgebouw-Orchesters, des London Symphony Orchestra, der Wiener Symphoniker, des Los Angeles Philharmonic sowie der Orchester von Seattle, Cincinnati, Atlanta und Toronto. Gegenwärtig hat er den Creative Chair beim Los Angeles Philharmonic inne.

Er wurde in Harvard und Yale zum Ehrendoktor ernannt, ebenso an der Northwestern University, der Cambridge University, der Juilliard School und der Royal Academy of Music, wo er kürzlich auf eine Gastprofessur für Komposition berufen wurde. Adams bezieht auch als Autor engagiert Position: Er veröffentlichte unter anderem Beiträge für die New York Times Book Review sowie die viel gepriesene Autobiografie Hallelujah Junction.

John Adams erhielt 1993 den Grawemeyer Award für sein Violinkonzert und 2003 den Pulitzer Prize für On the Transmigration of Souls, einen Kompositionsauftrag des New York Philharmonic zum Gedenken an den 11. September.

Kompositionen aus über drei Jahrzehnten sind nicht nur ins Repertoire eingegangen, sondern zählen zu den meistgespielten Werken der Gegenwart, darunter Harmonielehre, Shaker Loops, Chamber Symphony, Doctor Atomic Symphony, Short Ride in a Fast Machine und sein Violinkonzert. Zu Adams’ Bühnenwerken, sämtlich in Zusammenarbeit mit Peter Sellars entstanden, zählen Nixon in China (1987), The Death of Klinghoffer (1991), El Niño (2000), Doctor Atomic (2005), A Flowering Tree (2006) sowie das Passionsoratorium The Gospel According to the Other Mary (2012). Im November 2017 kam die neue Oper Girls of the Golden West an der Oper von San Francisco zur Uraufführung. Sie spielt während des kalifornischen Goldrauschs der 1850er Jahre – das von Peter Sellars in charakteristischer Weise zusammengestellte Libretto umfasst originale Liedtexte, Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Berichte jener Epoche.

In New England geboren und aufgewachsen lernte er Klarinette bei seinem Vater und spielte bereits als Jugend-licher in Marschkapellen und Orchesterformationen.

Bereits mit zehn Jahren begann er zu komponieren. Sein Studium absolvierte er an der Harvard University, wo er zwei Abschlüsse erwarb. Zehn Jahre lang unterrichtete John Adams am San Francisco Konservatorium und wurde von 1982–85 Composer-in-Residence bei der San Francisco Symphony. In der zeitgenössischen Musik stechen seine Werke, seien es sein symphonisches Schaffen oder seine Opern, mit ihrer Ausdrucks­tiefe, ihrer klanglichen Brillanz sowie ihrem zutiefst humanistischen Gehalt hervor.

Komponist, Dirigent, kreativer Vordenker –
John Adams nimmt in der US-amerikanischen Musikwelt
eine singuläre Stellung ein.

Sir Simon hat langjährige Beziehungen zu den führenden Orchestern in London, Europa und den USA; zunächst eng mit dem Los Angeles Philharmonic und dem Boston Symphony Orchestra und neuerdings auch mit dem Philadelphia Orchestra. Er dirigiert regelmäßig die Wiener Philharmoniker, mit denen er mit Alfred Brendel die kompletten Beethoven-Symphonien und Klavierkonzerte eingespielt hat und ist auch Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment und Gründungspatron der Birmingham Contemporary Music Group.

In der Saison 2018/19 reiste Sir Simon mit dem London Symphony Orchestra nach Japan, Südkorea und Europa. Er dirigierte das Tschechische Philharmonische Orchester zum ersten Mal mit Mahlers Das Lied von der Erde und kehrte an die Staatsoper Unter den Linden für Hippolyte et Aricie, zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für Die Walküre und zu den Berliner Philharmonikern für Puccinis Manon Lescaut zurück. Im März 2019 dirigierte er Peter Sellars’ Revival der Johannes-Passion mit den Berliner Philharmonikern und dem Orchestra of the Age of Enlightenment.

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